Der Heimatverein hat zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein zu einer weiteren internationalen Pflanzaktion eingeladen – und 46 Vimbucher haben teilgenommen. Die Reisegruppe hat nach Vilafranca, Schkeuditz, Mattsee und Mommenheim wieder eine Bühler Partnerstadt besucht, und auch dort wurde natürlich ein Zwetschgenbäumchen gepflanzt.

In einer kleinen Grünanlage mit Spielplatz direkt im Herzen des Städtchens Villefranche-sur-Saône, etwas nördlich von Lyon gelegen, wurde der Baum gepflanzt. Zahlreiche Einwohner und politische Vertreter unserer Partnerstadt waren dabei, als Patric Lievre, Stellvertreter des Oberbürgermeisters, die Vimbucher empfing und – abwechselnd auf französisch und deutsch – die Historie der inzwischen fast 40-jährigen Städtepartnerschaft erläuterte. Er bedankte sich für das Geschenk, das Bühler Identität nach Villefranche bringt, und unterstützte tatkräftig beim Pflanzen des Bäumchens. Olaf Burkart vom Obst- und Gartenbauverein hatte auch Zubehör und ein Zwetschgenschnäpschen mitgebracht, um auf das Ereignis anzustoßen.
„Möge der Baum Wurzeln schlagen wie die Freundschaft zwischen unseren Städten – und euch, liebe Freunde, in wenigen Jahren Schatten und viele süße Früchte spenden!“
Im Anschluss wurden die Vimbucher zum Empfang im beeindruckenden Ratssaal des „Hotel de Ville“ eingeladen, wo mit den regionalen Beaujolais-Weinen angestoßen wurde und die Möglichkeit zum Austausch bestand. Nicht nur Heimatverein-Vorsitzender Thomas Vogt war sehr bewegt von der großen Gastfreundschaft und dem würdigen Empfang.
Bei einer Stadtführung konnte man vieles über die Geschichte der Stadt erfahren und erhielt Einblick in so manche Besonderheiten. Die große Auswahl an Obst und Gemüse, Wurst und Käse sowie Backwaren in der frisch renovierten Markthalle war ebenso beeindruckend. Sogar Tomaten- und Melonenpflanzen wurden nach Hause mitgenommen.
Natürlich wurde auch die nahegelegene Stadt Lyon, die heimliche Hauptstadt Frankreichs, besucht. So mancher Vimbucher kannte die Stadt bisher nur von der Durchfahrt in Richtung Spanien – und wurde positiv überrascht. Nach dem Besuch der viertürmigen Basilika Notre-Dame de Fourvière erkundete man die historische Altstadt. Dort konnte man auch traboulieren: sich durch die sogenannten „Traboules“ bewegen – ein verzweigtes Netzwerk aus Fußgängerpassagen, die durch private Gebäude, Innenhöfe und Treppenhäuser hindurch von einer Straße zur anderen führen. Wichtigste Erkenntnis aber: In Lyon gibt es keine Lyoner Wurst. Typisch für dort sind Hartwürste. Die gab es natürlich auch zum Probieren – zusammen mit Käse und Baguette zum Beaujolais-Wein. Intensiv wurden verschiedene Weine verkostet. Schließlich muss man bei solch einer Reise die Region unserer Partnerstadt nicht nur sehen, sondern auch schmecken.
Alle kamen nach vier intensiven Tagen wohlbehalten, zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken nach Vimbuch zurück.
Ihr Ortsvorsteher
Manuel Royal

